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SEO und Content-Marketing verschmelzen immer mehr

WHy-Content-Marketing

Content is King. Andreas Wander von den Textbrokern erklärt in einem Interview auf t3n warum „Der Content“ schon immer wichtig und immer wichtiger wird. Er spricht uns damit zu 100% aus der Seele. Content und SEO sind kaum noch zu trennen, denn Google will das so im Interview erklärt Wander warum. Er spricht im Interview auch über die gestiegenen Anforderungen an Inhalte im Web, die entscheidenden Faktoren für gute Suchmaschinen-Rankings und die wichtigsten Aspekte einer Content-Strategie.

Content-Marketing-Experte Andreas Wander: „SEO und Content-Marketing verschmelzen immer mehr.”


Frage: Was sind die größten Herausforderungen bei der Content-Erstellung für Textbroker-Kunden?

Andreas Wander: Unsere Erfahrung zeigt, dass mangelnde Zeit für die Erstellung von Content und zu wenig entsprechendes Know-how im eigenen Unternehmen die wichtigsten Herausforderungen sind. Hinzu kommen die stark gestiegenen Anforderungen an gute und vor allem relevante Inhalte aufgrund der letzten Google-Updates. International tätigen Unternehmen fehlt oft auch die redaktionelle Abdeckung der benötigten Sprachen. Die meisten Kunden wissen, dass sie viel Content in hoher Qualität und oft sogar mehreren Sprachen benötigen, aber sie haben weder die Erfahrung noch die Ressourcen, um diesem Content-Bedarf nachzukommen.

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Frage: Warum ist Content-Marketing heute so wichtig?

Andreas Wander: Vor einigen Jahren, als Google seine Änderungen am Suchalgorithmus noch nicht eingeführt hatte, konnte man Suchmaschinenoptimierung noch mit Content in minderer Qualität und Links aus irgendwelchen Linknetzwerken betreiben. Es kam vorrangig auf die Quantität der Links an, Qualitätsaspekte wurden hinten angestellt. Das hat sich dramatisch verändert. SEO und Content-Marketing verschmelzen mehr und mehr mit den weiteren Disziplinen des Inbound-Marketing, und niemand kann es sich heute mehr leisten, einen dieser Aspekte zu vernachlässigen. Qualitativ hochwertige Inhalte, Relevanz für den Nutzer und SEO-Aspekte wie beispielsweise Siloing der Keywords sind heute die entscheidenden Faktoren, die zu guten Rankings bei Suchmaschinen führen. Mehr denn je gilt die logische Kette: Je besser der Content auf einer Website ist, desto besser sind die Rankings. Gute Rankings führen zu einem höheren Traffic-Aufkommen auf der Webseite und damit auch zu einer steigenden Anzahl an Conversions. Und am Ende steht: mehr Business.

Frage: Durch neue Google-Updates wie Hummingbird ändern sich die Anforderungen an SEO weiter. Welche Bedeutung erhält vor diesem Hintergrund das Thema Longtail-Optimierung?

Andreas Wander: Das Hummingbird-Update von Google stellt die Suchintention des Nutzers noch stärker in den Vordergrund. Klar zu erkennen ist das am Beispiel des Knowledge-Graph. Suchphrasen, wie etwa die Frage nach dem Wetter, werden direkt auf Googles Ergebnisseite beantwortet. Der Nutzer hat keinen Grund mehr, auf ein Ergebnis der organischen Suche zu klicken. Die Folge ist ein Einbruch des Traffics. Die Weiterentwicklung der semantischen Suche führt indes dazu, dass immer mehr Longtail-Suchanfragen gestellt werden, wie etwa: „Wo gibt es …“ „Wie kann ich …“ „Wann hat …“.

Dazu kommt, dass User mit steigender Tendenz spezifische Suchkriterien bei Google eingeben. Wer sucht heute schon noch nach Schuhen? Die Suchanfrage lautet vielmehr: „Blaue Sneaker 44 Herren“. Wer diese Trends verschläft, wird immer weniger Suchanfragen abdecken. Wer sich diesen Herausforderungen jedoch stellt, generiert besonders im Longtail verstärkt Traffic und muss mit deutlich weniger Konkurrenz rechnen. Ein weiterer Vorteil der spezifischen Suchanfragen ist, dass die Intention des Nutzers wesentlich besser erkennbar ist: Eine Differenzierung zwischen Transactional und Informational Search wird möglich. Bieten wir hier die relevanten Inhalte, hat das zwei wichtige Effekte. Erstens: Google versteht, dass meine Seite zu dieser Suche sehr relevant ist. Und zweitens: Der Nutzer fühlt sich abgeholt und wird mich weiterhin als kompetenten Ansprechpartner wahrnehmen.

Frage: Schöpfen die meisten Unternehmen ihre Content-Potenziale bereits aus?

Andreas Wander: Definitiv nicht. Gerade im Bereich Content verschenken die meisten Unternehmen enorme Potenziale. Aus meiner Sicht liegt der wichtigste Grund dafür im Prozess der Content-Strategie. Häufig gibt es in Unternehmen einfach keinen Ansatz, eine solche Content-Strategie umzusetzen. Es gibt zwar einen durchaus guten Redaktionsplan, was aber nicht mit einem strategischen Ansatz gleichzusetzen ist. Verfolgt ein Unternehmen eine Content-Strategie, gehören Themen wie Kreativität, Struktur der Inhalte, datenbasierte Analyse, Content-Siloing, Aufbau von Themenwelten und die Erschließung neuer Zielgruppen durch Content in die strategische Planung. Häufig setzen Firmen aufgrund von Ressourcen-Engpässen oder Budget-Restriktionen eine solche Strategie jedoch nur halbherzig um. Doch hier gilt: „Halbe Sachen nützen nichts.“

Frage: Stichwort Themenfindung: Wie können Unternehmen relevante Themen für ihre Website identifizieren?

Andreas Wander: Das hängt davon ab, welche Art von Website betrieben wird. Für einen Onlineshop verhält sich das anders als für ein Webportal. Der klassische Weg, den viele Unternehmen gehen, ist der eines Brainstormings. Eine Gruppe kreativer Mitarbeiter trägt Ideen zusammen, welche Themen am besten zur Optimierung der eigenen Website oder zur Abdeckung einer Themenwelt umzusetzen sind. Klar ist, dass bei einem solchem Prozess viel Potenzial liegen bleibt. Es ist wichtig, diese Gedankenspiele durch Daten-Know-how zu ergänzen. Bestehende Themenwelten erhalten durch datenbasierte Analysen von Suchpotentialen einen deutlichen Schub in der möglichen Reichweite – besonders in der Kombination von Shorthead- und Longtail-Abfragen. Diese redaktionell sinnvoll in Silos zu Clustern zu verarbeiten, ist eine der wichtigsten, wenngleich besonders zeitraubenden Aufgaben. Dazu stehen verschiedene Tools zur Verfügung, deren Einsatz aber auch recht zeitintensiv ist – sodass sich für Unternehmen die Frage stellt, ob man diese Arbeit selbst macht oder lieber outsourced. Dennoch lohnt sich die Verwendung vor allem im Hinblick auf SEO, da mithilfe technischer Tools eine Themenwelt in Gänze und unter Berücksichtigung aller relevanten Keywords abgebildet werden kann.

Frage: Wie du schon angesprochen hast, verschmelzen SEO und Content-Marketing zunehmend. Wie begegnet Textbroker dieser Entwicklung?

Andreas Wander: Noch vor zwei bis drei Jahren war Textbroker eine reine Self-Service-Plattform und diese Option werden wir natürlich auch weiterhin anbieten. Aber ergänzend dazu gibt es bei Textbroker jetzt auch Services entlang des Content-Marketing-Prozesses. Dazu gehört zunächst die Möglichkeit, die Content-Erstellung nach dem Textagentur-Prinzip vollständig an Textbroker auszulagern und damit die Verantwortung für die Umsetzung der geforderten Content-Qualität in die Hände der Experten von Textbroker zu legen. Aber auch im Bereich der Content-Analyse und der datengestützten Erschließung von Themenwelten bieten wir unseren Kunden Unterstützung an. Wir glauben, dass es am wichtigsten ist, den Kunden Optionen zu bieten, die ihren individuellen Bedürfnissen und Herausforderungen Rechnung tragen. Das bedeutet, Optionen für Services und Tools, für Sprachen sowie für unterschiedliche Grade von Outsourcing. Aber auch hier steht vor allem immer der Kunde unserer Kunden im Mittelpunkt: der Leser.

via: http://t3n.de/news/

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