Blog für Social Media Marketing

Nur 15% der Websites fit für’s Mobile Web

responsive

Die 5 größten SEO-Fehler des deutschen Mittelstands. Autor Lars Budde vom SEO-Spezialisten mindshape hat auf T3n einen interessanten Artikel veröffentlicht. Er beschäftigt sich mit den 5 größten SEO-Fehler des deutschen Mittelstands. Es wurden dabei 3.500 Websites deutscher Unternehmen untersucht. Der Großteil offenbarte dabei grundlegende SEO-Fehler. Besonders erschreckend: Nur 15% der Webseiten sind für das Mobile Internet vorbereitet.


Alamierend: Kaum eine Website ist Responsive und somit für’s Mobile Internet geeignet

21.153 Unterseiten von 3.513 Websites deutscher Unternehmen hat die Kölner TYPO3- und SEO-Agentur mindshape auf SEO-Rankingfaktoren untersucht. Die Ergebnisse des „mIndex 2015“ wurden jetzt veröffentlicht und zeigen bei einem Großteil grundlegende Schwachstellen oder, wie ich sagen würde: Potenziale!

Die untersuchten Unternehmen stammen aus Verzeichnissen und wurden von einem Crawler auf zuvor festgelegte Faktoren geprüft. Die Macher der Studie erklären: „Von jeder untersuchten Website wurden fünf bis neun URLs zufällig ausgelesen“, zu ihnen zählte aber stets die Startseite sowie das Impressum.

Dutzende Kriterien formten bei dieser Analyse letztlich den „mIndex“, der das Ausmaß der Optimierung verdeutlicht. Je besser eine Website gemäß dieser Kriterien optimiert ist, desto höher der mIndex. Er rangierte zwischen „0“ (schlecht) bis „1“ (perfekt) und lag im Durchschnitt bei 0,37.

Die 5 größten SEO-Fehler des deutschen Mittelstands

Die Untersuchung zeigt bei Unternehmen aller Branchen und Standorte grobe Fehler. Besonders auffällig sind jedoch die folgenden fünf Punkte, die sich in den meisten Fällen mit geringem Aufwand korrigieren lassen.

robot-txt

1. „Die Anzahl fehlender robots.txt spricht Bände“

Nur 55 Prozent der Websites nutzen eine robots.txt, um das Crawling ihrer Seiten durch Suchmaschinen zu steuern. Sebastian Erlhofer von mindshape schockt diese Erkenntnis. Nicht unbedingt, weil die robots.txt als zentrales Element der Optimierung direkten Einfluss auf Rankings hat, sondern vielmehr, weil sie als Zeichen einer grundlegenden Optimierung dient.

Wer unsicher ist, was die robots.txt genau bewirkt und bewirken kann, sollte hier reinschauen: „Was ein SEO über die robots.txt wissen sollte“.

meta-description

2. Mit besseren Descriptions zu höheren Klickraten

Eine ähnliche Sprache spricht der Anteil der untersuchten Websites mit „Meta Description“. Er liegt laut mindshape bei unter 50 Prozent. Bedenkt man, dass einige SEO-Plugins für beispielsweise WordPress nach einmaliger Einrichtung vollautomatisch Descriptions setzen, ist das ein deutliches Zeichen für die mangelnde Optimierung der untersuchten Websites. Die Optimierung von „Title“ und „Description“ der wichtigsten Unterseiten kann schließlich zu signifikant höheren Klickraten in den Suchergebnissen führen.

Mehr Informationen über die Optimierung der in Suchmaschinen angezeigten Snippets liefert der t3n-Artikel „SEO mit Snippets: Ein gutes Ranking allein schafft noch keine Klicks“

3. Kaum ein Unternehmen nutzt ALT- und Title-Attribute

Besonders dramatisch sind die über Bilder erhobenen Daten: Nur 15 Prozent der Websites nutzen das ALT-Attribut, 1,9 Prozent das Title-Attribut. Dies überrascht, da diese Elemente den Suchmaschinen wichtige Hinweise auf den Bildinhalt geben. Wenngleich das händische Setzen dieser Attribute stets die beste Option ist, gibt es einfache Möglichkeiten zur Automatisierung. Entsprechende Optionen liefern beispielsweise die gängigen SEO-Plugins.

Weitere Möglichkeiten zur Optimierung von Bildern liefert das OnPageWiki .

responsive
(Screenshot: t3n/ mindshape)

4. Responsive Websites sind ein seltener Einzelfall

Der von mindshape auf Reisen geschickte Crawler prüfte anhand von „Media Queries“ ob die untersuchten Websites über ein responsives Design verfügten. Die rote Karte erhielten dabei 85 Prozent der Unternehmen. Nur „15 prozent der untersuchten Domains verfügen über eine responsive Website“, so das Ergebnis. Wenngleich die gängige Alternative – eine mobile Website auf einer Subdomain (bspw. „m.beispiel.de“) – nicht berücksichtigt wurde, liegt hier großes Potenzial.

In Anbetracht des steigenden Suchanteils über Mobilgeräte lohnt eine Optimierung. Worauf es zu achten gilt, erklärt Eva Wagner in ihrem t3n-Artikel „Mobile SEO: Die 5 häufigsten Fehlerquellen“.

5. Die Minderheit setzt auf Webanalyse

Nur 48 Prozent der Unternehmen erfassen Nutzerdaten über eine Webanalyse-Software. Mehr als die Hälfte kennt demnach nicht einmal ihre Besucherzahlen und verschenkt jedwede Grundlage für datenbasiertes Marketing. Unter den „Vorreitern“ setzen rund 80 Prozent auf Google Analytics, doch mehr als die Hälfte von Ihnen nutzt nicht den notwendigen Code zur IP-Anonymisierung und verstößt damit gegen deutsches Datenschutzrecht.

Wenngleich die Existenz einer Webanalyse-Software kein SEO-Rankingfaktor ist, stellen die damit erhobenen Nutzerdaten die Grundlage jeder Optimierung dar. Einen Überblick über die vorhandenen Lösungen liefert der t3n-Artikel „Webanalyse: Die wichigsten Anbieter im Überblick“.

Fazit

Während wenige Vorreiter im kleinen Kreis neue Trends diskutieren, mangelt es deutschen Unternehmen in der Breite an den absoluten Grundlagen. Sie verzichten auf ALT-Attribute oder eine Webanalyse-Software und verschenken viel Potenzial für erfolgreiches Marketing. Hier anzusetzen, ist der erste und wichtigste Schritt.

Quelle: http://t3n.de/news/

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.