Blog für Social Media Marketing

6 x Influencer Marketing

6 Spielregeln für Influencer Marketing. 80% der Marketingexperten stufen laut dem Future of Celebrity Marketing Report Kampagnen mit Influencern als sehr effektiv ein. Woran liegt das? Influencer sind Vorbilder, Meinungsführer, das Sprachrohr zu Tausenden von Menschen. Man kann also mit Influencern eine große Online-Reichweite in einer bestimmten Zielgruppe erreichen, wenn man weiß, wie es richtig gemacht wird. Die Socialmarketing-Agentur socialmarketingagentur.com stellt 6 Kriterien auf für effizientes Influencer-Marketing.


6 Spielregeln für Influencer Marketing

Da die Sozialen Netzwerke immer populärer und vielschichtiger werden, wird uns auch der Hype um Influencer in nächster Zeit weiter beschäftigen, denn beide Entwicklungen sind eng miteinander verknüpft. Das Interesse an Influencer Marketing ist gegenüber 2013 immerhin mehr als 90 Mal höher. (mediakix.com) Wann funktioniert Influencer Marketing wirklich? Ist es am Ende nur herausgeschmissenes Geld? Hier gehen die Meinungen in der Branche zum Teil weit auseinander. Oft werden hohe Investitionen in Influencer getätigt, der gewünschte Erfolg bleibt jedoch aus. Woran liegt das? Die Ursachen sind vielfältig und die Fallbeispiele zahlreich. Der Erfolg von Influencer Marketing stellt sich nicht durch Zufall ein, hier gilt es die Spielregeln einzuhalten.


Influencer Marketing macht Sinn, wenn eine nachhaltige Strategie dahinter steckt. Denn Influencer sind Vorbilder, Meinungsführer und das Sprachrohr zu Tausenden von Menschen.

Influencer Marketing – die Spielregeln

Regel Nr. 1: Der Influencer muss zu der Marke passen und umgekehrt

Stellt Euch vor, Ihr habt ein innovatives neues Produkt und keiner bekommt es mit. Das kann im Ernstfall passieren, wenn Ihr auf den faschen Mitspieler setzt. Stellt Euch die Frage, welchen Nutzen Euer Unternehmen dem Influencer und den Konsumenten bringt, bevor Ihr über eine Kooperation nachdenkt. Lasst Euch zudem nicht von hohen Followerzahlen beeinflussen. Sind die Follower des vermeidlichen Influencers nicht Teil Eurer Zielgruppe, dann Finger weg. Im Zweifel ist hier weniger mehr! Beim Influencer Marketing ist es wichtig, dass Ihr Eure Zielgruppe genau kennt und Ihr einen Influencer findet, welcher der beste auf seinem Gebiet ist, denn erst dann habt Ihr Euren Mitstreiter gefunden.

Regel Nr. 2: Bezieht Euren Influencer schon früh mit ein

Ihr habt einen passenden Influencer gefunden? Gut, dann beginnt jetzt die eigentliche (Zusammen-) Arbeit. Spielt ihm nicht nur die Ergebnisse Eure Arbeit zu, sondern bezieht ihn möglichst früh in die Kreation und Entwicklung von Produkten und Strategien mit ein. Davon profitiert Ihr in zweierlei Hinsicht: Ihr lernt den Influencer und seine Arbeitsweise besser kennen und der Influencer kann sich eher und stärker mit Eurem Produkt identifizieren. Das wirkt sich positiv auf dessen Engagement aus. In diesem Zusammenhang solltet Ihr darauf achten, dass Euer Influencer nicht auf zu vielen Hochzeiten gleichzeitig tanzt und zahlreiche andere Kooperationen in Eurer Branche hat – das kann mitunter dazu führen, dass nicht nur die Glaubwürdigkeit des Influencers, sondern auch Eure eigene darunter leidet.

Regel Nr. 3: Spielt die Inhalte voll aus

Influencer wissen, welcher Content in welcher Form bei der Zielgruppe ankommt und setzen diesen gekonnt an den richtigen Stellen ein. Und Ihr solltet Euch ein Beispiel daran nehmen. Lasst das Potenzial der Inhalte nicht ungenutzt und verbreitet, verlinkt oder verweist auch auf Euren eigenen Kanälen auf die entsprechenden Beiträge. Positiver Nebeneffekt: im Idealfall bekommt nicht nur Ihr, sondern auch Euer Influencer mehr Aufmerksamkeit, was die Zusammenarbeit nachhaltig stärken kann.

Regel Nr. 4: Haltet vereinbarte Zeitpläne ein

Influencer haben eine Arbeitsweise, an die sie sich halten und deren Community erwartet die Inhalte in gewohnter Häufigkeit und Qualität. Deshalb ist es umso wichtiger, dass vereinbarte Termine, Zeitpläne und Deadlines (natürlich von beiden Seiten) eingehalten werden und sich die Korrekturschleifen auf ein notwendiges Minimum beschränken. Vertraut darauf, dass der Influencer weiß, was die Zielgruppe will.

Regel Nr. 5: Alles kann, nichts muss

Apropos Vertrauen: Schränkt Influencer nicht zu sehr ein – gegenseitiges Vertrauen ist das A und O Eurer Zusammenarbeit und immerhin kennen sie ihre Community besser als Ihr. Treibt sie nicht dazu, im Zuge der Zusammenarbeit von ihrem Selbstbild, ihren Werten, ihrem Image oder Stil abzuweichen. Zieht Ihr Eurem Influencer eine Zwangsjacke an, besteht die Gefahr, dass er sich verstellt und an Authentizität einbüßt. Die Zielgruppe könnte darauf sensibel reagieren und die negative Assoziation mit Eurem Produkt verknüpfen.

Regel Nr. 6: Eine gute Vorbereitung ist alles

Unabhängig davon, ob Ihr eine kurze oder langfristige Kooperation anstrebt, versorgt Euren Influencer mit ausreichend Informationen zum Produkt, zum Unternehmen und zu Euren Werten. Denn erst wenn er das Produkt und Euch kennt, kann er es glaubwürdig “verkaufen“ und genau darauf kommt es an. Proben und Briefings durch einen Mitarbeiter sind hierbei eine gute Gelegenheit, um offene Fragen zu klären.

So trackt Ihr den Erfolg Eurer Influencer

Das Tracking der einzelnen Marketingmaßnahmen ist wichtig, wenn auch nicht ganz einfach. Neben den herkömmlichen Likes, Clicks, dem Traffic und den Convertions, ist es im Zuge einer Kooperation mit einem Influencer ebenso wichtig, individuelle Tracking Links zu vergeben, damit Ihr genau nachvollziehen könnt, woher bzw. von welchem Beitrag der Traffic kommt.

Nicht wenige Influencer verlangen allein für das Teilen eines Fotos mit Eurem Produkt teils horrende Summen, die sich für Euch nicht wirklich rechnen, da der gewünschte Effekt bei der Zielgruppe mitunter ausbleibt. Kein Wunder, dass sich mehr und mehr Unternehmen von Influencern abwenden und Influencer Marketing zusehends in der Kritik steht. Doch kann man die Schuld allein den Influencern in die Schuhe schieben? Wohl kaum, denn viele Marketingentscheider sehen dem Treiben nur regungslos zu, anstatt proaktiv zu handeln. Es gilt, die Entwicklung in eine falsche Richtung zu stoppen und nicht nur dem schnellen Geld hinterher zu jagen. Im eigenen Interesse sollten sowohl Unternehmen als auch Influencer nachhaltig denken und mit Ressourcen umgehen.

Nachhaltigkeit macht Sinn

Ein Effekt für die Marke setzt nur dann ein, wenn der Influencer nachhaltig mit Eurem Produkt in der Zielgruppe präsent ist. Es reicht also nicht, wenn das Produkt nur ein einziges Mal vorgestellt und in die Kamera gehalten wird. Da Influencer oft mit mehreren Unternehmen zusammenarbeiten, ist es nicht unüblich, dass Euer Produkt im Zuge der Reizüberflutung schnell in Vergessenheit gerät. Ein Markenaufbau geht nur langfristig – Die Vertrauensbasis zwischen Unternehmen und Influencer wächst und erst durch ein regelmäßiges Bespielen mehrerer Kanäle wird Euer Produkt von der Zielgruppe erinnert und das positive Image des Influencers mit Eurem Unternehmen verknüpft. Habt Ihr das einmal geschafft, dann baut Eure Strategie bestenfalls gemeinsam aus.

Marketing oder Verkaufsförderung?

Kurzfristige Kooperationen lohnen sich nur, wenn es um das Steigern von Verkaufszahlen, Anmeldungen, Downloads oder Klicks geht. Der Erinnerungseffekt ist bei nur wenigen Kontaktpunkten mit der Zielgruppe so gering, dass Ihr einen eindeutigen Call to Action benötigt. Das Ziel der Kampagne muss sowohl dem Influencer also auch der Community klar kommuniziert werden, damit auch hier die gesteckten Ziele erreicht werden.

Macht Euch im Vorfeld bewusst, welche Strategie Ihr mit dem Influencer Marketing verfolgen wollt – denn sowohl eine langfristige, als auch eine kurzfristige Kooperation können sich für beide Seiten lohnen. Bei der Wahl eines geeigneten Influencers gilt es verschiedene Gesichtspunkte zu betrachten – zu Gunsten einer erfolgreichen Zielgruppenansprache sollten Ihr persönliche Vorlieben außen vor lassen und stets im Unternehmenssinne handeln. Nutzt Social Media Kennzahlen als das, was sie sind – Indikatoren – und nicht als Erfolgsgarant. Der Bekanntheitsgrad eines Influencers sagt nichts darüber aus, ob er die für Eure Zielgruppe relevanten Inhalte verbreitet und ein glaubwürdiges Image verkörpert.

Fazit: Influencer Marketing ist nur dann herausgeschmissenes Geld, wenn keine nachhaltige Strategie zu Grunde liegt.

Der Artikel erschien zuerst auf: socialmarketingagentur.com

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.